Corona: NINA-App gibt Entwarnung für Coronavirus – Nutzer verwirrt (2022)

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Warnapp NINA gibt Entwarnung für Coronavirus RKI sieht fallende Inzidenzen– Ausnahme bei Schulkindern RKI: Tiefstand beim Covid-19-Impfgeschehen Lauterbach: Neue Corona-Impfstoffe ein Quantensprung EMA erteilt auf Omikron angepassten Corona-Vakzinen in der EU die Zulassung EMA könnte erstmals auf Omikron angepasstes Corona-Vakzin in der EU zulassen RKI registriert 39 396 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 237,3 Valneva gibt Auslieferung von sogenanntem Totimpfstoff bekannt RKI liefert keine Zahlen am Mittwochmorgen Nach Covid-Infektion: First Lady Jill Biden wieder negativ RKI registriert 54.504 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 247,3 Bund bereitet Impfstart mit angepassten Corona-Präparaten vor Scholz führt in Regierungsflieger Maskenpflicht wieder ein Keine Daten vom Wochenende Buschmann bezichtigt Lauterbach der Panikmache Karl Lauterbach warnt erneut vor Corona-Herbst Moderna reicht Impfstoff-Patentklagen gegen Biontech/Pfizer ein RKI registriert 37.343 Neuinfektionen – Inzidenz bei 263,6 Maskenpflicht im Flieger bei Baerbock-Reise nach Marokko Lufthansa fordert Abkehr von Maskenpflicht im Flugverkehr RKI meldet mehr als 49.000 Neuinfektionen Bundesarbeitsministerium will zurück zur Homeoffice-Pflicht Union hält neues Infektionsschutzgesetz für „nicht zustimmungsfähig“ Schärfere Corona-Regeln für Herbst RKI meldet mehr als 50.000 Neuinfektionen Holetschek kritisiert Ampelvorlage zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes Philippinische Schulen öffnen nach mehr als zweijähriger Schließung wegen Corona Montags keine aktuellen Zahlen Weitere Kosten von 70 Millionen Euro für Corona-Warn-App 36.295 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 302,9 Stiko empfiehlt zweite Auffrischungsimpfung gegen Coronavirus ab 60 Jahren Laumann wirft Lauterbach Alarmismus vor Bundesweite Inzidenz stagniert First Lady Jill Biden positiv auf Corona getestet Kritik an Debatte über vierte Impfung: Verwirrung RKI meldet mehr als 63.000 Neuinfektionen – Inzidenz bei 313 US-Verteidigungsminister Austin erneut positiv auf Corona getestet Stiko empfiehlt offenbar vierte Corona-Impfung ab 60 Friedrich Merz spricht sich gegen eine flächendeckende Maskenpflicht im Herbst aus China meldet höchste Corona-Zahlen seit über drei Monaten Mehrheit für Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

Das Coronavirus SARS-Cov-2 beschäftigt die Welt seit mehr als zwei Jahren. Wir halten Sie im Newsblog mit den wichtigsten internationalen sowie nationalen News auf dem Laufenden. Sonntags und Montags oder auch nach Feiertagen berichten wir an dieser Stelle nicht mehr über aktuelle Infektionszahlen, denn viele Bundesländer melden am Wochenende gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI).

Freitag, 2. September

Warnapp NINA gibt Entwarnung für Coronavirus

17.51 Uhr: Die bundesweite Corona-Warnung in der Warnapp Nina ist am Freitag aufgehoben worden. „Entwarnung: Coronavirus: Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit“, hieß es in der App als Überschrift. Und weiter hieß es im Text: „Dies ist die Entwarnung zur Warnung „Coronavirus: Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit“ vom 07.04.2022“. Diese Warnung sei aufgehoben. Nutzer der App dürften sich die Frage gestellt haben, ob Corona nun offiziell nicht mehr als Gefahr eingestuft wird.

Das Bundesgesundheitsministerium trat diesem Eindruck entgegen. Man habe diese Meldung nicht versendet, sondern einen aktualisierten Text an das für die App zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe geschickt. In diesem Text, der in der App nach den oben zitierten Zeilen zu sehen ist, heißt es wörtlich:

„Dies ist eine wichtige Information des Bundesministeriums für Gesundheit. Das Coronavirus ist weiterhin eine ernste Gefahr für Ihre Gesundheit. Nutzen Sie die Angebote für die Corona-Schutzimpfung und frischen Sie wenn nötig Ihren Impfschutz auf. Auch wenn die bundesweite Warnung hiermit aufgehoben wird, beachten Sie auch weiterhin die gegebenen Handlungsempfehlungen, vor allem die AHA-Regeln.“

RKI sieht fallende Inzidenzen– Ausnahme bei Schulkindern

6.15 Uhr:Die Corona-Inzidenzen in Deutschland sind laut Robert Koch-Institut (RKI) vergangene Woche in fast allen Bundesländern und Altersgruppen zurückgegangen. „Lediglich bei den Schulkindern war in den letzten beiden Wochen ein leichter Anstieg zu beobachten“, heißt es im Covid-19-Bericht des RKI von Donnerstagabend, der sich vor allem auf vorige Woche bezieht. Im Wochenvergleich betrage der bundesweite Inzidenzrückgang knapp 14 Prozent.

Neben der Inzidenz, die das Infektionsgeschehen nur noch sehr unvollständig abbildet, blickt das RKI auf eine Reihe anderer Indikatoren. Übereinstimmend zeigten Daten, „dass auch bei schwer verlaufenden Erkrankungen der Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten ist“, hieß es. Am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen sind laut RKI weiter Menschen über 80: Der Rückgang der schweren Erkrankungen verlaufe bei ihnen aktuell langsamer als dies bei den Gesamtzahlen beobachtet werde.

Der weitere Verlauf der Pandemie und der Schutz von gefährdeten Gruppen hänge neben dem Auftreten neuer Virusvarianten und der Inanspruchnahme von Impfungen „wesentlich vom Verhalten der Bevölkerung und der gegenseitigen Rücksichtnahme ab“, lautet die Einschätzung des RKI.

  • Donnerstag, 1. September

RKI: Tiefstand beim Covid-19-Impfgeschehen

16.39 Uhr: Immer weniger Anbieter und eine geringe Zahl an Immunisierungen: Im August ist mit knapp 700 000 Impfungen in rund 24 000 impfenden Stellen „der bisherige Tiefststand des Covid-19-Impfgeschehens“ in diesem Jahr erreicht worden. Das geht aus einem monatlich erscheinenden Impfbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor. Zum Vergleich aus dem Sommer 2021: Damals waren im Juni laut Bericht 25 Millionen durchgeführte Impfungen in rund 53 100 Impfstellen verzeichnet worden. „Die Mehrzahl der gegenwärtig verabreichten Impfungen sind zweite Auffrischimpfungen, Erstimpfungen werden dagegen am wenigsten verabreicht“, heißt es.

Im Bericht wird von mehr als neun Millionen Erwachsenen in Deutschland ausgegangen, die sich bislang nicht gegen Covid-19 impfen ließen. In einer ähnlichen Größenordnung bewegt sich demnach die Zahl der Erwachsenen, die ihren Impfschutz mit mindestens einer Impfung auffrischen müssten. „Weiterhin zeigt sich für ungeimpfte Personen aller Altersgruppen ein deutlich höheres Risiko für eine schwere Verlaufsform der Covid-19-Erkrankung“, lautet eine der Schlussfolgerungen aus der Zusammenstellung verschiedener Datenquellen.

Lauterbach: Neue Corona-Impfstoffe ein Quantensprung

16.00 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat das grüne Licht der Europäischen Arzneimittelagentur für zwei neue Corona-Impfstoffe als „Quantensprung im Kampf gegen die Pandemie“ begrüßt. „Jetzt können Impfstoffe eingesetzt werden, die gegen alle bisher bekannten Virusvarianten sehr gut wirken“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag. Ab der nächsten Woche könnten Impfungen mit den neuen Impfstoffen beginnen. „Jetzt ist der optimale Zeitpunkt, Impflücken für den Herbst zu schließen.“

Das Bundesgesundheitsministerium erwartet in den nächsten beiden Wochen rund 14 Millionen Dosen der zwei Präparate. Arztpraxen können den neuen Impfstoff laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung bis kommenden Dienstag anfordern. Erste Dosen könnten dann voraussichtlich noch am Donnerstag oder Freitag kommen. Die reguläre Belieferung soll am 12. September erfolgen.

Lauterbach erläuterte, dass es mit den beiden angepassten Präparaten zusätzliche Gründe für Corona-Impfungen gebe. „Es gibt den Schutz vor schwerer Krankheit und vor Tod, das ist das Wichtigste“, sagte er in der ARD. „Aber wir gehen jetzt auch wieder davon aus, dass Schutz vor Ansteckung zumindest für eine bestimmte Zeit gegeben ist.“ Der Minister kündigte auch eine Informationskampagne dazu an.

EMA erteilt auf Omikron angepassten Corona-Vakzinen in der EU die Zulassung

14.40 Uhr: In der Europäischen Union dürfen nun auch auf die Omikron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe eingesetzt werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) in Amsterdam erteilte am Donnerstag Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna die Zulassung, die auf die Omikron-Subvariante BA.1 angepasst sind. Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sollen die neuen Impfstoffe bereits kommende Woche in Deutschland ausgeliefert werden.

EMA könnte erstmals auf Omikron angepasstes Corona-Vakzin in der EU zulassen

10.30 Uhr:Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) könnte am Donnerstag erstmals an die Omikron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe in der EU zulassen. Die Zulassungsanträge für die Impfstoffe gegen den Omikron-Subtyp BA.1 hatten neben dem Mainzer Biotechnologie-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer auch der US-Pharmakonzern Moderna eingereicht. Das dafür zuständige Gremium der EMA hält dazu am Donnerstag eine außerordentliche Sitzung ab.

Mitte August hatte die britische Arzneimittelbehörde grünes Licht für den sogenannten bivalenten Corona-Impfstoff von Moderna gegeben, der ebenso wie das Biontech-Vakzin sowohl gegen den ursprünglichen Coronavirus-Stamm als auch gegen die Omikron-Subvariante BA.1 wirkt. Die aktuell dominanten Subtypen der Omikron-Variante sind allerdings BA.4 und BA.5. In den USA genehmigte die Arzneimittelbehörde FDA am Mittwoch zwei auf diese Subtypen zielende angepasste Impfstoffe von Moderna sowie von Biontech/Pfizer per Notfallzulassung.

RKI registriert 39 396 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 237,3

7.10 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 237,3 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 243,7 gelegen (Vorwoche: 271,3; Vormonat: 538,9).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 39 396 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 49 201) und 90 Todesfälle (Vorwoche: 116) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 32 184 553 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

(Video) Die 5 Biologischen Naturgesetze - Die Dokumentation

  • Mittwoch, 31. August

Valneva gibt Auslieferung von sogenanntem Totimpfstoff bekannt

8.45 Uhr: Der französisch-österreichische Hersteller Valneva hat am Mittwochmorgen bekanntgegeben, dass die ersten Dosen seines COVID-19 Impfstoffs nach Deutschland geliefert worden sind.

Der erste Teil des Totimpfstoffdosen, der im Rahmen des Vorabkaufvertrags mit der Europäischen Kommission bestellt worden war, wurde in Koordination mit dem Bundesministerium für Gesundheit an die Anlieferungsstellen des Bundes geliefert.

RKI liefert keine Zahlen am Mittwochmorgen

7.10 Uhr: Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den neuen Corona-Infektionen liegen am Mittwochmorgen noch nicht vor.

  • Dienstag, 30. August

Nach Covid-Infektion: First Lady Jill Biden wieder negativ

7.10 Uhr:Die Frau des US-Präsidenten, Jill Biden, ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus negativ getestet worden. Die 71-Jährige werde am Dienstag wieder in die Hauptstadt Washington zurückkehren, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Mitte vergangener Woche war Biden nach einem „Rückfall“ ihrer Covid-Infektion erneut positiv getestet worden. Sie habe keine Symptome gehabt, sich aber weiterhin isoliert.

Biden war wie ihr Mann Joe Biden, der seine Infektion vor einigen Wochen ausgestanden hatte, mit dem Medikament Paxlovid behandelt worden. Dass eine Covid-Erkrankung kurz nach der Therapie mit Paxlovid zurückkehren kann, ist bekannt. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern kommt es aber selten vor. Der Präsident hatte wenige Tage nach einer Infektion im Juli ebenfalls einen Rückfall erlitten.

Ein solcher „Covid-Rebound“ tritt nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC gewöhnlich zwei bis acht Tage nach einer anfänglichen Genesung auf. Paxlovid wird generell für Patienten empfohlen, die nicht schwer krank sind, aber ein hohes Risiko für eine Einweisung ins Krankenhaus haben - etwa wegen ihres Alters. Die Tabletten des US-Konzerns Pfizer enthalten zwei Wirkstoffe, die die Vermehrung des Virus im Körper hemmen sollen.

RKI registriert 54.504 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 247,3

6.50 Uhr:Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 247,3 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 242,8 gelegen (Vorwoche: 288,5; Vormonat: 578,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 54.504 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 60 411) und 119 Todesfälle (Vorwoche: 146) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 32.095.854 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

  • Montag, 29. August

Bund bereitet Impfstart mit angepassten Corona-Präparaten vor

17.04 Uhr: Die Bundesregierung bereitet einen baldigen Impfstart mit Corona-Präparaten vor, die an die Virusvariante BA.1 angepasst sind. Vorbehaltlich einer erwarteten EU-weiten Zulassung soll Deutschland in den Wochen ab 5. September und ab 12. September insgesamt rund 14 Millionen Dosen der Impfstoffe von Biontech und Moderna erhalten, wie aus einem Schreiben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an die Leistungserbringer der Impfkampagne hervorgeht.

Nach Studiendaten wirkten die Impfstoffe deutlich besser gegen die derzeit vorherrschende BA.5-Variante als Impfstoff der ersten Generation, heißt es in dem Schreiben, über das zuerst der „Spiegel“ berichtete. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Konkret werden demnach in den beiden ersten September-Wochen je fünf Millionen Dosen des BA.1-Impfstoffes von Biontech/Pfizer erwartet. Vom Hersteller Moderna sollen zunächst 1,65 Millionen Dosen und in der zweiten Woche 2,38 Millionen Dosen BA.1-Impfstoff kommen. Die Präparate sollen direkt an den Pharma-Großhandel ausgeliefert werden. Leistungserbringer wie Arztpraxen und Impfzentren sollen dann erstmals am 5. September die beiden Impfstoffe bestellen können.

„Risikogruppen sollten nicht länger mit einer Impfung warten, auch wenn ein weiterer Impfstoff wahrscheinlich nur wenige Wochen später zur Verfügung stehen wird“, erläutert Lauterbach in dem Schreiben. Sollte - wie von Biontech/Pfizer angekündigt - im Idealfall bereits Ende September/Anfang Oktober auch ein an die Varianten BA.4 und BA.5 angepasster Impfstoff zugelassen werden, solle Deutschland zügig mit einer ersten Tranche von 9,5 Millionen Dosen beliefert werden.

Scholz führt in Regierungsflieger Maskenpflicht wieder ein

9.50 Uhr: Auf den Flügen von Bundeskanzler Olaf Scholz gilt in Regierungsmaschinen wieder Maskenpflicht. Nach Kritik, weil bei einer Kanada-Reise das Tragen von Masken nur empfohlen war, verschärfte das Kanzleramt für die Tagesreise des Regierungschefs nach Prag am Montag die Corona-Regeln wieder. „Mit Blick auf die öffentliche Debatte der vergangenen Tage hat das Bundeskanzleramt beschlossen, neben einem aktuellen PCR-Test auch wieder das Tragen von Masken während des gesamten Fluges vorzuschreiben“, teilte ein Regierungssprecher auf Anfrage mit.

Auch die Test-Vorschriften wurden verschärft. Zusätzlich zu einem PCR-Test höchstens 24 Stunden vor Abflug mussten alle Passagiere vor dem Einchecken auch einen Schnelltest machen. Die Luftwaffe hatte im Juli die Corona-Regeln für die Regierungsmaschinen gelockert. Seitdem gilt keine grundsätzliche Maskenpflicht mehr, sondern nur noch eine Empfehlung. Bundespräsident, Kanzler oder Minister haben aber die Möglichkeit, zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen.

Bei der Reise nach Kanada zusammen mit Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) vergangene Woche hatte Scholz darauf verzichtet. Ein Video und Fotos vom Hinflug sorgten dann für Kritik. Darauf waren Habeck und eng beieinander sitzende Journalisten ohne Masken zu sehen. Nun müssen alle Passagiere wieder FFP2-Maske tragen. Auch auf allen Linienflügen von und nach Deutschland gilt eine Maskenpflicht.

Keine Daten vom Wochenende

6.55 Uhr: Viele Bundesländer melden am Wochenende gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI). Deshalb sind die am Montag veröffentlichten Zahlen in ihrer Aussagekraft sehr begrenzt.

  • Sonntag, 28. August

Buschmann bezichtigt Lauterbach der Panikmache

20:09 Uhr:Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) bezichtigt seinen Gesundheitskollegen Karl Lauterbach (SPD) der Panikmache in der Corona-Politik. Lauterbach hatte auf eine Interviewfrage nach einer Reaktivierung des Rechtsstatus der epidemischen Lage nationaler Tragweite gesagt, wenn es keine neuen Corona-Varianten gebe, werde man ohne dieses Notfallwerkzeug auskommen, was er hoffe. Der Rechtsstatus war im vergangenen Winter Grundlage für schärfere Maßnahmen gewesen, als derzeit für den Herbst geplant - etwa für Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen.

Buschmann sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag): „Von Panikmache halte ich gar nichts. Für solche Virusvarianten gibt es derzeit nirgendwo Anzeichen.“ Er fügte hinzu: „Zur Reaktivierung müsste der Bundestag dem zustimmen. Dafür gibt es keine Mehrheit in der Koalition. Denn die Freien Demokraten haben gesagt, es müsste sich schon regelrecht die Hölle unter uns auftun, ehe wir dem zustimmen.“

Im neuen Gesetzentwurf ist bundesweit nur eine Maskenpflicht im Fernverkehr und eine Masken- und Testpflicht in Kliniken und Pflegeheimen vorgesehen. Die Länder können jeweils für sich weitergehende Maßnahmen beschließen. In der Entstehung eines „Flickenteppichs“ sieht Buschmann aber kein größeres Problem: „Gestaltungsspielraum in einem moderaten Rahmen für die Länder ist sogar der Kern des Konzepts“, sagte er. „Dass unterschiedliche Regeln in vielen Bereichen gelten, ist der Normalfall im Föderalismus.“ Das Infektionsgeschehen entwickle sich nicht deutschlandweit gleich, sondern regional unterschiedlich.

Zu seinem Verhältnis zu Lauterbach sagte er: „Wir haben ein professionelles und konstruktives Arbeitsverhältnis, aber es ist natürlich so: Er hat aus seiner Rolle heraus andere Vorstellungen.“ Alles andere als unterschiedliche Perspektiven wäre nach seinen Worten auch seltsam.

  • Samstag, 27. August

Karl Lauterbach warnt erneut vor Corona-Herbst

15.10 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen im Herbst stehen Deutschland aus Sicht von Gesundheitsminister Karl Lauterbach schwierige Zeiten bevor. Mit der Omikron-Subvariante BA.5 werde man zumindest am Anfang des Herbstes einen Anstieg der Fallzahlen erleben, sagte der SPD-Politiker der „Welt am Sonntag“. „Es wird dann zu Ausfällen in den Betrieben und der kritischen Infrastruktur kommen, etwa in Krankenhäusern. Es stehen uns also schwierige Zeiten bevor.“ Dies sei besonders dann der Fall, wenn der Aufenthalt in Innenräumen wegen der kalten Temperaturen zur Regel werde.

Es seien schon jetzt zwischen 100 und 150 Corona-Tote pro Tag. „Meine Sorge ist, dass diese Zahl noch steigen könnte.“ Das sei nicht vertretbar. Daher müsse man gut vorbereitet sein. „Und wir sind es, wenn der Bundestag die vorgelegten Änderungen zum Infektionsschutzgesetz beschließt“, so der Minister.
Lauterbach hofft auf einen Corona-Herbst ohne gravierenden Virus-Variantenwechsel. Wenn ein Variantenwechsel ausbleibe, dann werde Deutschland nicht in eine epidemische Lage kommen. „Trotzdem brauchen wir für den Notfall Werkzeuge“, sagte Lauterbach. „Der Corona-Herbst wird kein Zuckerschlecken.“

  • Freitag, 26. August

Moderna reicht Impfstoff-Patentklagen gegen Biontech/Pfizer ein

14.29 Uhr: Die US-Biotechfirma Moderna will den deutschen Rivalen Biontech und dessen Partner Pfizer wegen angeblicher Patentrechtverletzungen bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen zur Rechenschaft ziehen. Moderna habe deshalb Klagen bei Gerichten in den USA und in Deutschland eingereicht, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Moderna fordert Entschädigung für Verletzungen geistiger Eigentumsrechte, machte bislang aber keine Angaben zur Höhe. Konkret gehe es um die Entwicklung von mRNA-Impfstoff gegen Covid-19. Moderna habe hier bereits vor Ausbruch der Pandemie „Milliarden von Dollar“ investiert und wolle seine innovative Technologie-Plattform schützen, sagte Vorstandschef Stephane Bancel laut einer Pressemitteilung.

RKI registriert 37.343 Neuinfektionen – Inzidenz bei 263,6

6.34 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 263,6 angegeben. 100 000 Einwohner und Woche bei 271,3 gelegen (Vorwoche: 312,5; Vormonat: 678,7). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 37 343 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 46 724) und 90 Todesfälle (Vorwoche: 169) innerhalb eines Tages.

  • Donnerstag. 25. August

Maskenpflicht im Flieger bei Baerbock-Reise nach Marokko

16.10 Uhr: Bei der Reise von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) nach Marokko und Dänemark gilt anders als bei der Kanada-Reise von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie. Alle Passagiere mussten zudem höchstens 24 Stunden vor dem Abflug von Berlin in die marokkanische Hauptstadt am Montagabend einen PCR-Test machen und zusätzlich an jedem weiteren Reisetag morgens einen Selbsttest.

Die Luftwaffe hatte im Juli die generelle Maskenpflicht für die Regierungsflieger aufgehoben und empfiehlt seitdem nur noch das Tragen von Masken. Es steht den Veranstaltern der Reise - also den Ministern, dem Kanzler oder auch dem Bundespräsidenten - aber offen, weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Scholz hielt sich als Delegationsleiter bei der dreitägigen Reise nach Kanada an die Vorgaben der Luftwaffe. Zudem war ein negativer PCR-Test höchstens 24 Stunden vor Reisebeginn Voraussetzung für die Mitreise. Weitere Selbsttests wurden während der Reise nicht verlangt. Ein Regierungssprecher erklärte zu den Regeln an Bord des Fliegers, dass damit „ein hohes Schutzniveau gewährleistet“ sei.

Baerbock hatte die Maskenpflicht auf ihren Reisen nie aufgehoben. Bei ihrer jetzigen Reise in einem Airbus A340 sind knapp 50 Delegationsmitglieder, Sicherheitskräfte und Journalisten an Bord. Auch Scholz und Habeck flogen in einem A340 mit mehr als 80 anderen Passagieren nach Kanada. Bilder von Habeck und eng beieinander sitzenden Journalisten sorgten während der Reise für Kritik und lösten eine Debatte darüber aus, ob die Maskenpflicht für Linienflüge von und nach Deutschland noch aufrecht erhalten werden soll.

Lufthansa fordert Abkehr von Maskenpflicht im Flugverkehr

11.28 Uhr: Die Lufthansa hat sich für eine Abschaffung der Maskenpflicht im Luftverkehr ausgesprochen. „Wir setzen auf die Eigenverantwortung unserer Gäste. Passagiere sollen frei entscheiden können, ob sie eine Maske tragen möchten oder nicht“, sagte die im Vorstand des Konzerns für Kunden, IT und Unternehmensverantwortung zuständige Christina Foerster der „Bild“-Zeitung am Donnerstag. In Flugzeugen werde die Luft durch Hochleistungsfilter gereinigt. „Insofern ist schwer verständlich, warum hier strengere Regeln als in anderen Lebensbereichen, etwa im Restaurant oder im Supermarkt, gelten sollen“, sagte Foerster weiter.

Zudem seien die geplanten Regelungen nicht kontrollierbar und bildeten im internationalen Vergleich die Ausnahme. „Weil die meisten anderen Länder bereits auf Freiwilligkeit setzen, ist dieser deutsche Sonderweg nur schwer erklärbar und durchsetzbar.“ Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch die neuen Corona-Schutzregeln für den Herbst und Winter auf den Weg gebracht. Demnach soll weiterhin eine Maskenpflicht im Flugverkehr gelten.

RKI meldet mehr als 49.000 Neuinfektionen

6.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 271,3 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 275,3 gelegen (Vorwoche: 314,2; Vormonat: 664,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 49.201 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 58.685) und 116 Todesfälle (Vorwoche: 184) innerhalb eines Tages.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.970.779 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

  • Mittwoch, 24. August

Bundesarbeitsministerium will zurück zur Homeoffice-Pflicht

16.55 Uhr: Das Bundesarbeitsministerium plant eine grundsätzliche Rückkehr zur Homeoffice-Angebots-Pflicht. Arbeitgeber sollen wieder verpflichtet werden, Beschäftigten zum Schutz vor Corona-Infektionen anzubieten, von zu Hause aus zu arbeiten. Dabei soll es allerdings Ausnahmen geben. Das geht aus dem Referentenentwurf für eine SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung aus dem Haus von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Zuvor hatte das Nachrichtenportal „The Pioneer“ (Mittwoch) berichtet. Die Regelung soll zum 1. Oktober in Kraft treten und bis zum 7. April 2023 gelten.

Eine Homeoffice-Angebots-Pflicht war im März ausgelaufen. Nun seien erneut steigende Infektionszahlen zu erwarten, heißt es im Entwurf. Arbeitgeber sollen verpflichtet werden, ein Hygienekonzept mit bewährten Schutzmaßnahmen zu erstellen. Dazu zähle unter anderem eine „Verminderung betrieblicher Personenkontakte, zum Beispiel durch die Reduzierung der gleichzeitigen Nutzung von Räumen und durch das Angebot an die Beschäftigten, im Homeoffice zu arbeiten“.

Der Arbeitgeber soll den Beschäftigten anbieten, „geeignete Tätigkeiten in ihrer Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“. Außerdem sollen Arbeitgeber verpflichtet werden, allen Beschäftigten, die weiter in Präsenz arbeiten, mindestens zweimal pro Woche einen Corona-Test anzubieten.

Union hält neues Infektionsschutzgesetz für „nicht zustimmungsfähig“

16.02 Uhr: Die Union hat die Pläne der Ampel-Koalition für neue Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. Der rechtspolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Volker Ullrich, erklärte die Vorlage am Mittwoch für „nicht zustimmungsfähig“. Ullrich bemängelte fehlende Klarheit in der Frage, „ab wann Länder strengere Regeln aufstellen dürfen“. Die nun vorgesehenen Kann-Bestimmungen „schaffen kein Vertrauen in Schutzmaßnahmen für den Corona-Herbst“. CDU-Generalsekretär Mario Czaja sagte, die Ampel-Partner hätten sich lediglich „auf den kleinsten Nenner“ verständigt und viele Entscheidungen an die Länder abgegeben. Er glaube, „dass die Maßnahmen über das Maß hinausgehen, das das Infektionsgeschehen notwendig macht“. Von Seiten der Kultusminister kam Lob für das Vorhaben, weitere pandemiebedingte Schulschließungen auszuschließen.

Schulen sollten so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU), den Funke-Zeitungen. Die Corona-Schutzmaßnahmen würden „nur dann eingesetzt, wenn sie lokal erforderlich sind oder wenn Unterricht anders nicht möglich wäre“. Offene Fragen bei den Maßnahmen sieht noch das Handwerker. Es bedürfe „noch weiterer Konkretisierungen und Klarstellungen, um unseren Betrieben die größtmögliche Planbarkeit bei gleichzeitigem Corona-Schutz von Beschäftigten und Kundschaft zu verschaffen“, erklärte der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke.

Scharfe Kritik kam vom Dachverband der deutschen Messewirtschaft (AUMA). „Deutschland geht mit seiner Corona-Politik einen Sonderweg, den kaum ein Mensch hierzulande noch versteht - unseren internationalen Messegästen fehlt mittlerweile jedes Verständnis“, sagte AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier den Funke-Zeitungen. Für die Diskussion zu Personenobergrenzen und Maskenpflicht habe die Messewirtschaft nur noch Kopfschütteln übrig. „Aussteller und Besucher aus dem In- und Ausland halten sich zunehmend zurück, wenn es um ihre Teilnahme an Messen in Deutschland im kommenden Winterhalbjahr geht“, sagte Holtmeier.

Schärfere Corona-Regeln für Herbst

12.31 Uhr: Die am Mittwoch vom Kabinett gebilligten Pläne sehen unter anderem eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen vor. Kinder zwischen 6 und 14 Jahren sowie Personal sollen auch medizinische Masken tragen können. In Kliniken und Pflegeheimen soll bundesweit Maskenpflicht gelten, dort soll man vor dem Zutritt auch einen negativen Corona-Test nachweisen müssen.

Die Länder sollen zudem vom 1. Oktober bis 7. April abgestuft nach Infektionslage weitere Schutzvorgaben anordnen können. Dazu zählen Maskenpflichten in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs sowie in weiteren öffentlich zugänglichen Innenräumen. Eine zwingende Ausnahme von einer Maskenpflicht soll es geben, wenn man beim Besuch von Kultur-, Freizeit- oder Sportveranstaltungen und in der Gastronomie einen negativen Test vorzeigt. Zudem können Ausnahmen von der Maskenpflicht mit Nachweisen als vollständig geimpft und genesen erlaubt werden.

RKI meldet mehr als 50.000 Neuinfektionen

6.08 Uhr:Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 275,3 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 288,5 gelegen (Vorwoche: 311,8; Vormonat: 680,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild des Infektionsgeschehens. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 52 939 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 67 390) und 147 Todesfälle (Vorwoche: 192) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

  • Dienstag, 23. August

Holetschek kritisiert Ampelvorlage zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes

11.55 Uhr: Einen Tag vor der geplanten Kabinettsbefassung mit den Corona-Schutzmaßnahmen für den Herbst hat Bayern Änderungen an der Vorlage der Koalition verlangt. „Noch haben wir keine Signale aus Berlin erhalten, dass die berechtigte Kritik der Länder berücksichtigt wird“, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vom Dienstag. „Wenn die Bundesregierung stur an ihrem Entwurf festhält, kann sich der Kanzler künftig seine Äußerungen über ein angeblich 'gemeinsames Projekt' sparen.“

Holetschek erteilte insbesondere den geplanten Ausnahmen bei der Maskenpflicht in Innenräumen eine Absage. „Die Vorgabe, dass es im Falle einer Maskenpflicht in Innenräumen zwingend Ausnahmen für getestete, 'frisch' geimpfte und genesene Personen geben muss, ist im Vollzug nicht umsetzbar“, sagte er. „Deshalb muss auf sie verzichtet werden.“ Auch bei der Definition der Kriterien, wann die Länder weitergehende Maßnahmen ergreifen sollen, „fordern wir Länder endlich klare Angaben vom Bund“, sagte Bayerns Gesundheitsminister weiter. „Sonst droht eine gespaltene Interpretation der bundesrechtlichen Vorgaben in den einzelnen Ländern.“ Am Mittwoch soll das Kabinett eine Vorlage zum neuen Infektionsschutzgesetz beschließen. Ende September läuft das bisherige Infektionsschutzgesetz aus, das die rechtliche Grundlage für Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie bildet.

  • Montag, 22. August

Philippinische Schulen öffnen nach mehr als zweijähriger Schließung wegen Corona

8.30 Uhr: Nach mehr als zweijähriger Schließung wegen der Corona-Pandemie öffnet der überwiegende Teil der philippinischen Schulen am Montag wieder für den Präsenzunterricht. Wegen der Pandemie waren sie im März 2020 geschlossen worden, von da an fand in dem Inselstaat in Südostasien nur noch Online-Unterricht statt. In kaum einem anderen Land waren die Schulen wegen der Corona-Pandemie so lange geschlossen.

Mitte November 2021 hatten im Rahmen eines Pilotversuchs 100 der mehr als 61.000 öffentlichen Schulen für zwei Monate geöffnet. Sie befanden sich an abgelegenen Orten und durften eingeschränkten Präsenzunterricht anbieten. Die Corona-Pandemie hat die Armut vieler philippinischer Familien weiter verschlimmert. Millionen Eltern wissen nicht, wie sie den Schulbesuch ihrer Kinder bezahlen sollen. Die Regierung kündigte daher finanzielle Hilfen von bis zu 4000 Pesos (knapp 71 Euro) an.

Montags keine aktuellen Zahlen

7 Uhr: Viele Bundesländer melden am Wochenende gar nicht oder nicht vollständig ihre Corona-Zahlen ans Robert Koch-Institut (RKI). Daher werden sie nicht an dieser Stelle veröffentlicht.

  • Samstag, 20.August

Weitere Kosten von 70 Millionen Euro für Corona-Warn-App

9.45 Uhr:Für die Corona-Warn-App der Bundesregierung werden einem Medienbericht zufolge bis Ende des Jahres weitere Kosten von bis zu 70 Millionen Euro erwartet - 20 Millionen Euro mehr als im Februar vorhergesagt. Die Kosten würden hauptsächlich für das Vorhaben anfallen, die App als „Baustein der digitalen Kontaktnachverfolgung weiter auszubauen und zusätzliche Funktionalitäten“ zu integrieren, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. Im Februar hatte das Ministerium die zusätzlichen Kosten für die Corona-Warn-App bis Jahresende dem Berichte zufolge mit 50 Millionen Euro angegeben.

Die gestiegenen Kosten fallen laut Gesundheitsministerium beispielsweise für die „Anbindung weiterer Teststellen“ an oder für die „verbesserte Anzeige“ des aktuellen Status-Nachweises, der nun eine „Testverwaltung für Familienmitglieder ermöglicht“. Außerdem wurde für die Verlängerung von technisch abgelaufenen Zertifikaten gesorgt und es wurden weitere „kleine Verbesserungen und Anpassungen“ vorgenommen. Eine Sprecherin von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erklärte gegenüber der „Welt am Sonntag“, die bislang ausgezahlten Gesamtkosten würden sich auf „circa 160 Millionen Euro“ belaufen.

36.295 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 302,9

9 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 302,9 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Freitag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 312,5 gelegen (Vorwoche: 342,2; Vormonat: 740,1).

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 36.295 Corona-Neuinfektionen und 121 Todesfälle innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden

  • Donnerstag, 18. August

Stiko empfiehlt zweite Auffrischungsimpfung gegen Coronavirus ab 60 Jahren

16.08 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die zweite Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bereits ab 60 Jahren. Dadurch sollten besonders gefährdete Menschen noch besser vor schweren Covid-19-Erkrankungen und dadurch verursachten Todesfällen geschützt werden, teilte die Stiko am Donnerstag in Berlin mit. Bislang war eine zweite Auffrischungsimpfung Menschen erst ab 70 Jahren empfohlen worden.

  • Mittwoch, 17. August

Laumann wirft Lauterbach Alarmismus vor

16.36 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat seinem Amtskollegen Karl Lauterbach (SPD) Alarmismus vorgeworfen. Lauterbach hatte gesagt, er rechne mit einer flächendeckenden Maskenpflicht ab Oktober. „Dieser Alarmismus geht mir auf die Nerven. Niemand weiß heute, wie die Lage am 1. Oktober ist“, sagte Laumann im Interview mit den „Westfälischen Nachrichten“ (Mittwoch).

Er kritisierte zudem den Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes: „Mich stört unter anderem eine Vorschrift: Jedes Altenheim soll künftig einen Impf-, Hygiene- und Testbeauftragten haben. Wer soll diese Arbeit denn machen? In NRW gibt es 2300 Altenheime. Sollen wir das Personal aus der Pflege nehmen, wo es sowieso schon eng ist? Solche Vorschriften brauchen wir nicht. Die Altenheime haben das ganze Thema doch in den letzten zweieinhalb Jahren gut geregelt.“

Bundesweite Inzidenz stagniert

6.16 Uhr:Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz an Corona-Infektionen am Mittwochmorgen mit 311,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Dienstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 313,6 gelegen (Vorwoche: 366,8; Vormonat: 725,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 67 390 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 72 737) und 192 Todesfälle (Vorwoche: 213) innerhalb eines Tages.

  • Dienstag, 16. August

First Lady Jill Biden positiv auf Corona getestet

17.02 Uhr: Die Ehefrau des US-Präsidenten, Jill Biden, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe nur leichte Symptome, teilte das Weiße Haus am Dienstag in Washington mit. Ihr Mann, US-Präsident Joe Biden, der gerade erst eine Infektion mit dem Virus überstanden hat, sei am Dienstag negativ getestet worden. Die First Lady sei doppelt gegen das Virus geimpft und habe zwei Auffrischungsimpfungen erhalten.

Jill Biden hatte am Montagabend während eines Urlaubsaufenthaltes mit ihrem Mann im US-Bundesstaat South Carolina leichte Symptome entwickelt, teilte das Weiße Haus weiter mit. Ein Antigen-Schnelltest sei zunächst negativ ausgefallen, ein PCR-Test dann positiv. Sie werde sich nun mindestens fünf Tage lang isolieren und mit dem Medikament Paxlovid behandelt.

Kritik an Debatte über vierte Impfung: Verwirrung

8.10 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, hat die Debatte über eine vierte Corona-Impfung kritisiert. „Was derzeit passiert, richtet großen Schaden an“, sagte Gaß den Zeitungen der Mediengruppe Bayern vom Dienstag. „Die Debatte darüber führt nicht dazu, dass die Menschen nachvollziehen können, wer sich wann impfen lassen sollte.“

Die Menschen würden nur „einen vielstimmigen Chor“ hören, sagte der DKG-Chef. „Und das führt dazu, dass die Bevölkerung ob des Nutzens dieser vierten Impfung sehr skeptisch wird.“ In Deutschland wird seit Wochen darüber diskutiert, wer sich eine vierte Corona-Impfung geben lassen sollte.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine solche zweite Auffrischungsimpfung bislang nur für Menschen ab 70 Jahren oder Risikopatienten. Die EU-Behörden empfehlen eine vierte Impfung bereits ab einem Alter von 60 Jahren. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich für Viertimpfungen auch für Menschen unter 60 Jahren ausgesprochen. Inzwischen will die Stiko die vierte Corona-Impfung auch allen Menschen zwischen 60 und 69 Jahren empfehlen. Bedingung ist aber der Beschlussempfehlung zufolge, die der Nachrichtenagentur AFP am Montagabend vorlag, dass die erste Auffrischungsimpfung oder die letzte Corona-Infektion mindestens sechs Monate zurückliegt.

RKI meldet mehr als 63.000 Neuinfektionen – Inzidenz bei 313

6.20 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 313,6 angegeben. Am Samstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 342,2 gelegen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 63.745 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 78.698) und 140 Todesfälle (Vorwoche: 170) innerhalb eines Tages.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.599.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

  • Montag, 15. August

US-Verteidigungsminister Austin erneut positiv auf Corona getestet

20.15 Uhr: US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat sich erneut mit dem Coronavirus infiziert. Er sei am Montagmorgen positiv auf das Virus getestet worden und habe leichte Symptome, teilte Austin mit.

Er werde sich den Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC folgend die nächsten fünf Tage zu Hause isolieren. Er plane, von dort weiterzuarbeiten, und behalte alle Befehlsgewalt. Sein letzter persönlicher Kontakt zu US-Präsident Joe Biden sei Ende vergangenen Monats gewesen.

Austin war im Januar bereits an Covid-19 erkrankt. Der Minister teilte nun weiter mit, nach Einschätzung seines Arztes seien seine Symptome im Januar und jetzt deshalb so mild ausgefallen, weil er vollständig geimpft sei.

Stiko empfiehlt offenbar vierte Corona-Impfung ab 60

12.57 Uhr:Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt offenbar die vierte Corona-Impfung ab 60 Jahren. Das soll aus einem vertraulichen Bericht hervorgehen, der der „Bild“-Zeitung vorliegt. Bedingung für eine vierte Impfung sei, dass die Auffrischungsimpfung mindestens sechs Monate zurückliege.

In begründeten Einzelfällen könnte der Abstand auf vier Monate reduziert werden. Außerdem werde eine dritte Corona-Impfung für Menschen ab fünf Jahren empfohlen, die ein erhöhtes Risiko für schweren Krankheitsverläufe haben.

Friedrich Merz spricht sich gegen eine flächendeckende Maskenpflicht im Herbst aus

CDU-Chef Friedrich Merz hat sich gegen eine flächendeckende Maskenpflicht im Herbst ausgesprochen. „Eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum? Nein. Mit welcher Begründung denn?“, sagte Merz, der auch Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin auf die Frage, ob er für eine solche Pflicht sei. Der 66-Jährige betonte zudem, er werde sich „mit Sicherheit nicht“ vom Herbst an alle drei Monate gegen Corona impfen lassen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Freitag deutlich gemacht, dass er mit einer flächendeckenden Maskenpflicht ab 1. Oktober rechnet. Merz betonte, er sei gegen eine solche Pflicht „einfach so auf Verdacht, denn Grundrechtseingriffe müssen sorgfältig begründet werden“. Wenn es aber bestimmte gefährdete Räume gebe - Krankenhäuser, Altenheime, Pflegeeinrichtungen, um die Bewohner und die dort arbeitenden Menschen zu schützen - laute seine Antwort Ja zu einer Maskenpflicht.
Auf die Frage, ob er sich darauf einstelle, sich von Herbst an alle drei Monate gegen Corona impfen zu lassen, antwortete Merz: „Mit Sicherheit nicht.“

Er habe durch seine drei Impfungen und durch eine Coronaerkrankung am Anfang der Pandemie aus Sicht seines Hausarztes genügend hohen Schutz. Dieser sei auch gemessen und nachgewiesen. „Ich halte nichts davon, dass wir jetzt in dieser Art und Weise die Impfdebatte fortsetzen.“

  • Sonntag, 14. August

China meldet höchste Corona-Zahlen seit über drei Monaten

08.38 Uhr: China hat die höchsten Corona-Infektionszahlen seit über drei Monaten gemeldet. Wie die nationale Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, seien mehr als 2400 Ansteckungen im Land registriert worden. Das ist der höchste Wert seit dem 12. Mai. Bei drei Viertel der Fälle handele es sich um Infektionen, bei denen die Betroffenen keine Symptome zeigten.

Nach wie vor hält die chinesische Regierung an ihrer rigiden „Null Covid“-Strategie fest, bei der selbst kleine Ausbrüche mit Massentests und Lockdowns eingedämmt werden sollen. Die Maßnahmen sorgten zwar seit dem zweiten Halbjahr 2020 dafür, dass das Virus vorübergehend unter Kontrolle gebracht und sich die Volkswirtschaft rasch erholen konnte. Doch spätestens mit Verbreitung der hochinfektiösen Omikron-Variante stößt die chinesische Strategie an ihre Grenzen.

Regelmäßige Lockdowns lähmen die zweitgrößte Volkswirtschaft und haben insbesondere den Binnentourismus regelrecht einbrechen lassen. Auf der südchinesischen Ferieninsel Hainan, wo derzeit landesweit die meisten Corona-Infektionen gezählt werden, sitzen weiterhin Zehntausende Touristen fest, nachdem die Lokalbehörden einen flächendeckenden Lockdown angeordnet haben.

  • Samstag, 13. August

Mehrheit für Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln für den kommenden Herbst und Winter. 63 Prozent sprechen sich für eine solche Verpflichtung im öffentlichen Nahverkehr aus, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. 58 Prozent unterstützen dies im Fernverkehr der Bahn und Flugverkehr. Eine Maskenpflicht beim Einkaufen befürworten noch 46 Prozent, für Schulen tun dies jedoch nur noch 29 Prozent. Grundsätzlich gegen eine Maskenpflicht votierten 24 Prozent der Befragten.

Unterschiede gibt es je nach politischer Präferenz. So finden sich die größten Mehrheiten für eine Maskenpflicht in den einzelnen Bereichen bei denjenigen, die bei der vergangenen Bundestagswahl die Grünen gewählt haben. Auch bei den Wählerinnen und Wählern der SPD, in etwas geringerem Ausmaß bei denen von CDU/CSU sowie teils auch der Linken finden sich überdurchschnittlich viele Maskenbefürworter.

Unterdurchschnittlich fällt der Anteil der Maskenpflicht-Befürworter bei der FDP aus. Mit Abstand am niedrigsten ist er bei Anhängern der AfD. Von ihnen erklärte eine knappe Mehrheit von 51 Prozent, generell gegen eine Maskenpflicht zu sein. Noch etwas mehr als ein Drittel befürwortet aber eine solche Pflicht etwa im öffentlichen Nahverkehr.(red/dpa/afp)

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Author: Van Hayes

Last Updated: 12/03/2022

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